Schilddrüsenknoten

 

SYMPTOMATIK

Im Bereich des Halses befinden sich verschiedene innere Organen, Nerven und Gefäße, in denen Entzündungen, Infektionen oder Tumore auftreten können.

 

Dazu gehören auch die Schilddrüse, die Schlüsselrollen im Stoffwechsel des Körpers spielt. Ist seine Funktion gestört, kann dies ernsthafte Folgen für den Organismus haben.

 

Erkrankungen des Halsbereichs

 

In der Schilddrüse kann sich abnormes Gewebe entwickeln, das Schilddrüsenknoten bildet. Diese Knoten können mit abweichender Abgabe von Schilddrüsenhormonen einhergehen.

Die Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse, die unter dem Kehlkopf liegt. Sie produziert Hormone, die zum Beispiel in den Stoffwechsel und unseren Energiehaushalt eingreifen. Schilddrüsenerkranken gehören zu den am häufigsten beschriebenen Gesundheitsbeschwerden.

 

Schilddrüsenknoten sind Tumore, die in einer normalen Schilddrüse auftreten und normalerweise kleiner als 1 cm sind. Diese Gewebewucherungen der Schilddrüse sitzen oft am Rand der Schilddrüse, wobei der Patient eine Art Geschwulst am Hals spürt. Bei entsprechendem Wachstum oder bei sehr schlanken Patienten, kann diese Geschwulst sichtbar hervortreten.

 

Schilddrüsenknoten sind in 95 % der Fälle gutartig. Normalerweise sind sie asymptomatisch und haben keine weiteren Folgen. Dennoch ist es wichtig bei einem Tastbefund, einen Arzt aufzusuchen, da bis zu 5 % der Knoten bösartig sein können. Szintigrafie oder Ultraschall sind gängige Verfahren die eingesetzt werden, um diese Knoten zu beobachten.

 

Es wird zwischen verschiedenen Typen unterschieden: kolloidale Knoten, Zysten, inflammatorische Knoten, Adenome und Schilddrüsenkrebs. In einigen Fällen produzieren die Knoten Schilddrüsenhormone, die zu Hyperthyreoidismus führen, was einen gesteigerten Stoffwechsel in Verbindung mit Gewichtsverlust, Herzklopfen, Schlafstörungen etc. zur Folge haben kann..

Die Diagnose wird u.a. durch eine Untersuchung der Schilddrüsenhormonwerte im Blut gestellt.

 

 

EPIDEMIOLOGIE

Schilddrüsenknoten treten bei 5 % der Bevölkerung auf, sie sind bei Personen mit Jodmangel und älteren Menschen häufiger und treten bei Frauen bis zu viermal häufiger auf.

 

 

BEHANDLUNG

Die Wahl der Behandlung hängt von der Typisierung des Knotens ab.

 

Bei einem gutartigen Knoten, der keine Symptome verursacht, erfolgt in der Regel keine Behandlung. Dennoch sollte eine weitere Beobachtung erfolgen, um ein Fortschreiten des Wachstums frühzeitig zu erkennen und eine eventuelle Erkrankung rechtzeitig zu Diagnostizieren.

Knoten, die Hormone produzieren und zu den typischen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) führen, können mit radioaktivem Jod behandelt werden. Das Jod wird als Kapseln oder in flüssiger Form auf oralem Wege verabreicht. In 80 % der Fälle führt diese Behandlung zu einer dauerhaften Hyperthyreose.

Zur Behandlung bösartiger oder verdächtiger Knoten ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt.

 

Echotherapie ist eine echte Alternative zur Chirurgie, die Schilddrüsenknoten durch hoch-intensive, fokalisierte Ultraschall-Strahlen nicht-invasif behandelt.