Krampfadern DES BEINS (laufende KLINISCHE Studien)*

Eine Krampfader ist eine abnorme Erweiterung einer Vene. In den unteren Extremitäten können Krampfadern sichtbar unter der Haut vortreten. Die Bildung von Krampfadern kann durch erbliche Faktoren, sowie den Lebensstil gefördert werden. Das medizinische Management verhindert das Auftreten von Komplikationen (Ruptur, Thrombose, Dermatitis …). 30% der Bevölkerung sind betroffen.

 

PATHOLOGIE

varicose veinsDie Venen der unteren Gliedmaßen sind Gefäße verschiedener Größe, die das Blut zum Herzen leiten.
Um zu verhindern, dass das Blut in der aufrechten Position nach unten fließt, sind sie mit abgestuften Klappen ausgestattet, die wie Ventile funktionieren. Diese öffnen sich, um das Blut nach oben und nach unten fließen zu lassen und um ein erneutes Abfließen des Blutes im Bein zu verhindern.
Wenn diese Ventile beschädigt oder abgebaut sind, läuft Blut ungewollt nach unten, insbesondere im Stehen, wodurch ein Druck entsteht, der die Vene verformen und Symptome unterschiedlicher Schwere verursachen kann. Dies bezeichnet man als inkompetente Vene.

 

Symptome variieren

– Als Teleangiektasien bezeichnet man dasAuftreten von blauen, roten oder violetten fädigen Strukturen, die unmittelbar unter der Haut sichtbar werden und ausschließlich ästhetischer Natur sind. Sie werden klinisch nicht als Krampfadern bezeichnet.
– Gefühl von schweren Beinen, Schmerzen, nächtliche Krämpfe
– Krampfadern unter der Haut, die wie Stränge aussehen
– Ödeme
– Veränderung des Aussehens der Haut mit Hyperpigmentierung, Ekzem, Entzündung
– Ulcus/Geschwür: dies ist ein Bruch in Haut oder Schleimhaut mit Verlust von Oberflächengewebe, Zerfall und Nekrose von Epithelgewebe und oft Eiter. Es kann sein, dass sich das Geschwür/Ulcus langsam verschließt oder aber, dass es ohne Behandlung sich nicht wieder selbstständig verschließt.

 

Das Venensystem der unteren Extremitäten besteht aus zwei Teilen

varicose veinsein tiefes Venensystem, bestehend aus Venen in der Mitte der Muskeln. Dies ist das wichtigste venöse Netzwerk, da es 90% des venösen Blutflusses trägt. Während “Venenentzündungen”, Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene) oder Fehlbildungen im tiefen Venensystem entstehen können, ist das tiefe System nicht von Krampfadern betroffen.

 ein oberflächliches Venensystem, das aus Venen besteht, die näher an der Haut liegen und normalerweise nur 10% des venösen Blutes transportieren. Die beiden Vena saphena sind Teil dieses Netzwerks:
– Die Vena saphena magna beginnt an der Innenseite des Knöchels, verläuft an der Innenseite des Beins und des Oberschenkels und reicht bis zur Leiste, wo sie sich mit dem tiefen Netz verbindet;
– Die Vena saphena parva beginnt an der Außenseite des Knöchels, setzt sich auf der Rückseite des Beins fort und endet an der Rückseite des Knies, wo sie sich mit dem tiefen Venensystem verbindet.
Krampfadern treten im oberflächlichen Venensystem auf. Die beiden Venensysteme, oberflächlich und tief, sind an Leisten und Knie miteinander verbunden, haben aber auch weitere Verbindungen, welche Perforansvenen genannt werden. Funktionieren diese nicht richtig, wird dasBlut zurück zum oberflächlichen Venensystem geleitet, anstatt es in das tiefe Venensystem zu leiten. Funktionsstörende Perforansvenen können unter anderem Krampfadern, Hautveränderungen und Geschwüre/Ulcus verursachen.

 

EPIDEMIOLOGIE

In westlichen Ländern wird die Prävalenz der venösen Insuffizienz nach dem klinischen Schweregrad eingeteilt:
– 70% sind ohne klinische Anzeichenoder rein ästhetisch (C0 oder C1)
– 25% haben Krampfadern mit oder ohne Ödem (C2 bis C3)
– 25% sind symptomatisch
– 5% haben eine schwere Pathologie mit Hautveränderungen und / oder Geschwüren/Ulcus (C4 bis C6)
30% der Bevölkerung haben eine klinisch sichtbare Krampfadererkrankung und 11% der Bevölkerung haben eine symptomatische Erkrankung.

 

BEHANDLUNG

Die Krampfadererkrankung kann fünf Arten von Venen oder venösen Strukturen umfassen, wenn Reststümpfe der V. saphena magna enthalten sind. Je nach Art der Vene sind verschiedene therapeutische Mittel möglich.
Chirurgische Therapien umfassen die Entfernung (Stripping) oder das Abbinden (Venenligatur) der Vene. Diese zwei Behandlungen werden in vielen Fällen insbesondere auf die V. saphena magna angewendet. Venen mit kleinerem Durchmesser können durch Phlebektomie nach einer Ligation entfernt werden, wobei die Vene in Segmenten durch eine kleine Anzahl kleiner Inzisionen entlang der Vene entfernt wird. Diese Behandlung ist an das Entfernensehr gewundener Venen angepasst. Zusätzlich zu diesen klassischen Behandlungen wurden weniger invasive Methoden entwickelt.
Heute fallen sie in zwei große Kategorien: endovenöse Ansätze und Injektionssklerotherapie. Die endovenösen Ansätze zielen darauf ab, die Vene entweder durch thermische oder mechanische Schädigung der Venenwand zu verschließen. Dabei kann bei der thermischen Schädigung die Wärmequelle ein Laser, eine Hochfrequenzantenne oder Wasserdampf sein. Bei der Sklerotherapie wird eine Flüssigkeit oder ein Schaum in die Vene injiziert, wobei eine chemische Schädigung der Venenwand erreicht wird, welche ebenfalls zu einer Venenokklusion führt. Die Sklerotherapie kann auf alle Arten von Venen angewendet werden, von der dünnsten (Teleangiektasie) bis zur größten (bei Verwendung der Schaumsklerotherapie), jedoch mit einer geringeren Erfolgsrate als bei anderen Ansätzen und einer höheren Rezidivrate. Endovenöse Ansätze sind Venen mit mittlerem oder großem Durchmesser vorbehalten, die einen geradlinigen Querschnitt aufweisen, der zum Einführen des Katheters ausreicht.

 

* Diese Anwendung hat keine CE- oder FDA-Kennzeichnung und ist nicht im Handel erhältlich